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“Weit wie der Ozean”; die folge kommt…

Mittwoch, 02. Februar 2011

Hallo liebe Leser

Ihr habt von mir so lange nicht mehr gehört. Da “Weit wie der Ozean” recht Erfolg hatte habe mich entschlossen, die versprochene Folge so schnell wie möglich zu schreiben. Nun bitte ich Euch noch ein Bisschen Geduld

Liebe Grüsse

Coralie

Eine komorianische Schweizerin

Dienstag, 02. Dezember 2008

                     Ich bin eine Schweizerin aus den Komoren

Von wo ich herkomme will ich erzählen.

Ich will“. Früher habe ich gedacht: „Kann ich?“ Oder: „Wage ich?“ Oder: “Soll ich?“ Dann habe ich gesagt: „Ich muss“. Oder „Ich sollte“. Oder „Ich möchte“. Nun sage ich: „Ich will“.

Ich will“. Diese zwei Wörter habe ich von Bruno Dörig gelernt. Wie und wann? Das ist eine lange Geschichte die ich einmal erzählen werde, wenn ich will.

                                 Wie ist, wo ich herkomme?

Wo ich herkomme, ist das Meer tiefblau. Die Berge sind dunkelgrün. Und die Leute sind schwarz, selten weiss oder gemischtfarbig.

Die Tage und die Nächte sind gleich lang. Die Sonne geht um sechs Uhr morgens auf und um sechs Uhr abends unter.

Die Jahreszeiten sind zwei. Trockenzeit ungefähr von Oktober bis Februar und Regenzeit von März bis September.

Es hat Strassen für die Autos, Häfen für die Schiffe und Flughäfen. Keine Eisenbahn und keinen Zug.

 

                             Bis 0,5 Personen pro Quadratmeter

Die Insel, wo ich herkomme, heisst Anjouan. Es ist eine Insel, die zu den vier Komoren-Inseln gehört. Ich bin Anjouannaise und Komorianerin. Die Komoren sind ziemlich kleine Inseln mit ungefähr 500.000 Einwohnern. Ein Drittel wohnt in Anjouan, davon die meisten in drei grösseren Städten an der Küste. Die Städte der Insel sind mit 0,5 Personen pro Quadratmeter sehr dicht besiedelt. 

Die Komoren-Inseln liegen im Indischen Ozean, im Süden Afrikas und Norden Madagaskars.

Das ist, wo ich herkomme.

Wo ich herkomme, reden die Leute komorianisch, das zu achtzig Prozent mit Suaheli verwandt ist. In der Schule lernen sie Mathematik, Geographie und Geschichte in französischer Sprache.

Die Männer tragen den Boubou: das lange weisse Kleid aus Baumwolle von den Berbern und das Cofia, die weisse, fein gestickte Mütze aus Baumwolle. Die Frauen verschleiern sich mit dem rot- oder braunfarbigen „Chiromani“. Der Chiromani ist eine Gewohnheit der Insel Anjouan; die Männer sind stolz, ihn den Frauen schenken zu können. Die Frauen sind froh, ihn zu tragen.

Wo ich herkomme, isst man Fisch und Reis, Gemüse und andere lokalen Produkte. Maniok und Kochbananen dominieren die Alltagsnahrung.

Wo ich herkomme, ist sympathisch. Die Leute sind sehr freundlich, die Armut nimmt ihr Lächeln nicht weg. 

Die Heimat meines Volkes ist wunderschön.

 

 

Die Produktion von synthetischen Düften in der Parfüm-Welt hat die Armut nach Anjouan gebracht.

 

Wo ich aufgewachsen bin, gibt es keine Industrie. Der Anjouanais ist Pflanzer, Fischer, Handwerker oder Händler.

In den Bergen pflanzen die Anjouanais verschiedene Produkte im gleichen Feld und leben davon. Früher pflanzte der Komorianer für seinen eigenen Gebrauch Trockenreis. Kopra, Vanille, Nägeli, Parfümpflanzen wie Ylang-Ylang und Jasmin konnten gut exportiert werden. Heutzutage, kein Anjouanais pflanzt Reis. Die Erde ist nicht mehr produktiv. Für ihren Konsum importieren die Inseln aus Madagaskar und Asien ihren täglichen Reis. Die Länder, die Parfüm produzieren, benutzen synthetische Düfte und kaufen kaum mehr Parfümpflanzen, Anjouan ist sehr arm geworden. Erst in den letzten Jahren verwenden die berühmten Parfumhersteller in Italien, Frankreich und anderswo wieder vermehren die natürlichen Essenzen von Parfümpflanzen.

Seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1976 ist die politische Situation auf den Komoren-Inseln unstabil, die wirtschaftliche Situation desolat. Angestellte des Staates wie Lehrer, Spitalangestellte und Beamte, müssen manchmal acht oder zehn Monate warten, bevor sie ein, zwei oder drei Monatslöhne bekommen können.

Junge Leute, die beruflich weiterkommen wollen, sind gezwungen, ins Ausland

auszuwandern. Allein in der früheren Kolonialmacht Frankreich leben weit über 100.000 Komorianer, die mit ihrem Verdienst im Ausland auch ihre Verwandten in der Heimat unterstützen. Auch in arabischen Ländern oder als Matrosen auf Handelschiffen verdienen zehntausende ihren Lebensunterhalt und den ihrer Verwandten in der Heimat.

Für die militärischen Institutionen und deren Instruktion bekommt die Vereinigte Islamische Republik der Komoren (RFI des Comores) von afrikanischen und arabischen Ländern Hilfe.

Für das Studium nach der Matura erhalten die besten Studenten Stipendien vorwiegend von arabischen Ländern wie Saudi Arabien, Marokko und Lybien, auch in Madagaskar machen viele ihr Studium. Sehr oft legt die ganze Verwandtschaft für das Intelligenteste Geld zusammen, damit sie im Ausland studieren können.

Die komorianische Regierung ist von der Religion dominiert. Das Motto ist Glaube und Toleranz.

 

                         Frankreich, das Vaterland der Komoren

Als ich nach Frankreich auswanderte… ach, ich hasse dieses Wort, so schreibe ich anders. Als ich für das Studium im Jahr 1973 nach Frankreich zügelte, wusste ich nicht genau warum. Ich wusste nicht, was ich machen oder werden würde, wenn ich in Frankreich wäre. Ich war einfach sehr glücklich, nach Frankreich zu gehen. Frankreich war mein Vaterland, „La Métropole“.

Ich durfte nach Frankreich gehen, nachdem ich in der Hauptstatt der Komoren, Moroni, das „Baccalauréat“ – die französische Matura –  bestand. Er war mein Pass nach „La Métropole“. Alle Kosten vom Vaterland bezahlt. Cool; für das Studium waren die Universitäten nur in Frankreich.

Ich wollte nicht meine Heimatinsel verlassen. Nicht unbedingt. Ich war einfach froh, dass ich sie mal verlassen durfte. Ich war nicht traurig, sie zu verlassen. Warum sollte ich? Das habe ich versucht, in meinem autobiographischen Roman „Das Unbekannte des Ozean“ zu erklären.

     

      Was hätte ich gemacht, wenn ich auf den Komoren geblieben wäre?

Das weiss ich jetzt genau. Ich hätte einen tollen und reichen Mann geheiratet und jedes Jahr ein Kind auf der Welt gebracht. Ich hätte vielleicht gearbeitet, ich meine, gearbeitet und Geld verdient. Ich war eine der ersten Frauen, die Geld verdienen durfte. Ich hätte mit Glück als Primarschullehrerin oder als lokale Krankenschwester im Spital arbeiten können.

Aber ich ging nach Toulouse und studierte in der Universität Le Mirail, war das erste Mädchen aus meiner Stadt Ouani, die die Uni besuchte. Cool. Sehr stolz war mein Vater.

Ich bin froh, dass ich vor 1976 von Anjouan wegging. Die Unabhängigkeit hat meine Heimatinsel ungeordnet und sehr arm gemacht und viele Anjouanese trauern der guten alten Zeit nach, als Frankreich das Land regierte.

   

                                     Die Schweiz hat mich adoptiert

Wie kam es, dass ich in die Schweiz ging?

In der Schule lernte ich einiges über der Schweiz. Dann vergass ich sie wieder für viele Jahre. Warum sollte ich an die Schweiz oder an ein anderes Land denken, wenn ich in dem wunderbaren Vaterland Frankreichs war? Für mich existierte kein anderes Land ausser wo ich schon lebte. La Métropole. Dann ist mir in den Ferien in Tunesien die Liebe begegnet. Die Liebe, das Leben der Menschen. Ich liess alles hinter mir, kam mit meinem jüngsten Sohn in die Schweiz und blieb in der Schweiz.

 

Was mache ich in der Schweiz, wie benutze ich meine Alltagzeit?

Diese Frage würde mir niemand auf den Komoren stellen. Dort machen die Frauen, was für die Frau reserviert ist. Alle Frauen machen die gleichen Aufgaben. Im Haus macht sich die Frau für ihren Ehemann hübsch. Den Haushalt machen Angestellte, die glücklich sind, wenn sie für sich und ihre Familie genug zu Essen und hie und da Kleider bekommen.

Dann kommen die Kinder, eines pro Jahr; die Komorianer verstehen nicht, warum sie weniger Kindern machen sollen, wenn Kinder die Hoffnung ihrer Zukunft sind. Die Frau hat genug Kraft und Zeit, die Kinder zu tragen, sie auf die Welt zu bringen und sie ohne ihres Mannes Hilfe aufzuziehen.

In der Schweiz mache ich meinen Haushalt selbst, da ein Haushälter hier viel mehr verdient als ich. Natürlich sorge ich für meinen Ehemann und für meine Kinder, die schon gross sind aber nicht ganz unabhängig. Da ich kein Kind mehr tragen und auf die Welt bringen „will“, benutze ich viele Tage und Nächte mit Schreiben. Ich schreibe gern, mit Computerhilfe. Ich schreibe Gedichte über verschiedene Themen. Auf Französisch, vor allem da Französisch meine zweite Muttersprache ist, aber auch auf Deutsch; meine erste CD, die „Coralie“ lautet, wird auf Deutsch gedichtet. Nun will ich meine Deutschkenntnis verbessern, wenn es möglich wird.

Wenn ich spazieren gehe oder vor dem Computer hocke, geniesse ich mein neues Zuhause die Schweiz, die mich adoptiert hat. Ich gehe in den Kirchenchor meines Dorfes Oberegg singen. Ich gehe mit meinen tollen Kolleginnen turnen. Ich habe nie so viele Kolleginnen und Kollegen gehabt wie seit ich in der Schweiz wohne.   

Echos über das Buch “Weit wie der Ozean”

Donnerstag, 07. August 2008

Sie lesen dein Buch, siehe Foto.

Dein Buch ist also schon bis in den hohen Norden gelangt!!!

                                                                      K. Hochreutener

Vernissage des Buchs “Weit wie der Ozean”

Donnerstag, 07. August 2008

Bruno moderierte

 

1. Begrüssung

2002 – Soirée littéraire

2003 – CD „Coralie“ (Deutsch)

2004 – CD „Coralie, tout en poésie tout en musique“

2006 – Buch « Das Tagebuch der Maya »

2008 – Buch „Weit wie der Ozean“

 

2. Coralie sagt: Die Entstehungsgeschichte würde ein dickes Buch füllen

Hier eine Kurzfassung in 3 Kapiteln:

 

Kap. 1 : Die scheue Anfrage

Erinnere mich: trüber Mittwochmorgen, es klopft an die Tür …

 

Bin fasziniert  – Einblick in eine andere Kultur, eine so ganz andere Kindheit als die eigene

                        – die Art des Erzählen ist gekonnt, nicht eine platte, simple Art wie ein Aufsatz, sondern komponiert wie ein Musikstück, vieles angedeutet, auch der Fantasie des Lesen überlassen…

 

Ich habe gespürt: das ist eine Frau mit viel Talent am Werk. Sie braucht Unterstützung und früher oder später ein Publikum.

                                                                         Wer schreibt in dieser Art,

                                                                         Will gelesen werden.

 

Kap. 2: Die Mühsame suche

Überzeugung: dieses Manuskript findet passenden Verlag!

Anfragen an namhafte Verlage, die für Literatur dieser Art spezialisiert sind…

Positive Echos, aber…

 

In der Zwischenzeit: Coralie schreibt weiter.

Wagt sich an Poesie (auch auf Deutsch / Soirée littéraire/ CD / Katzenbuch

Coralie wird eingeladen zu Lesung im Vorarlberg (Österreich) in Zürich (Theater Rigiblick), in Marbach (Literaturcafé)

Interview am Radio…

Aber das grosse Hauptwerk bleibt liegen.

Es gibt finanzielle Unterstützung für die Übersetzung von Privaten, vom Kanton…

                                                                           kleine Hoffnungszeichen

                                                                           Mühsame Kleinarbeit

                                                                           Zögern auch bei mir

Aber

                                                                           Wenn aus einem Manus ein Buch soll, dann             

                                                                            geschieht es auch früher oder später…

 

Kap. 3: Der mutige Schritt

Dass das Buch heute da liegt, ist der Beharrlichkeit der Autorin zuzuschreiben. Wichtig Unterstützung von aussen, die hat sie bekommen (vor allem von Oberegg: Ja, erzähle uns von Deiner Herkunft, es interessiert uns!!)

Aber es braucht den Willen der Autorin! Coralie hat dies in einem Zeitungsartikel schön ausgedrückt. Vom „Kann ich?“ „Soll ich“ … Ja, ich will.

 

In der Folge: Auftrag an eine Übersetzerin

Und: Ich warte nicht länger, bis sich ein grosses Verlag meiner erbarmt, ich nehme selber Geld in die Hand und gebe den Auftrag zum Druck.

Herr Liebig hat mit dem nötigen Fachwissen, die Geburt nach einer langen Schwangerschaft in die Wege geleitet. Viele waren Geburtshelfer, die den Dank verdienen.

 

2. Karl Hochreutener dazwischentretet…

 

3. Coralie dazwischentretet…

Guten Abend

 

I – Lesung aus dem Buch „Weit wie der Ozean“, Kapitel: Läutern, um noch mehr zu schänden: Seite 81.

Läutern, um noch mehr zu schänden

„Das Licht war gedämpft. Ein dichter Qualm von duftenden Räucherstäbchen verhüllte den Raum. Die Atmosphäre war entsprechend düster…“

Ach, i ha doch es Buech!

Also, Seite 81

 

II – Ehrungsgedicht für den, der nicht mehr hier ist.

Ein Mann, dessen Name ist mir unbekannt, war immer an all meinen Festen präsent. Heute ist er nicht hier und ich vermisse ihn. Zu Ehren dieses wunderbaren Mannes, selig, habe ich ein kleines Gedicht geschrieben:

 

Ode an Unbekannt

Du,

der meinen Weg kreuzte

mich ohne zu zögern grüsste

der mich als Engel verstand

wenn andere mich Teufel nannten

der sich meinen Namen schon einprägte

wenn ich es noch nicht mal wagte

ihn um Seinen zu bitten

der mich ohne ablehnendes Mienenspiel ansah

und ohne Falsch mein Lächeln erwiderte

 

Du,

der mir an einer vollbesetzten Kasse

grosszügig Vortritt gewährte

der sich nicht scheute mir die Hand zu reichen

ohne sie alsbald an seinen Hosen abzuwischen

der sich seine Schuhe demütig auszog

um respektvoll über die Schwelle meines Hauses zu treten

 

Du,

der sich eines Abends für mich einsetzte

als irgendeiner mich herabwürdigend beleidigte

der mein Klagen erkannte

der sich mit meiner Ungeduld vereinte

und mir immer nur Glück wünschte

 

Du,

der meine schlechten Witze beklatschte

ohne deren Sinn zu erkennen

der sich nie über kleine Unzulänglichkeiten

lustig machte

Aber sie mit seinem Ton zurechtrückte

Du,

der mein Anderssein nicht ignorierte

aber mit geradem, offenem Blick betrachtete

Du, Freund aller Tiere

Bruder einer fremden Mutter

Und doch vom selben Vater wie der meine

Sei gesegnet, du Beschützer der Schwächsten.

 

III – Zum Abschluss habe ich noch eine Überraschung:

Herr Marcus Zindel aus Rebstein sammelte das „Vater Unser“ in fremden Sprachen. Seine Frau, selig, telefonierte mir und fragte mich, ob ich das Gebet in komorianisch für ihren Mann auf ein Tonband aufnehmen könnte. Das „Vater Unser“ in komorianisch existierte leider nicht. Aber dank diesen wunderbaren Personen durfte ich dann das gebet in meine Sprache übersetzen und nun existiert es…

 

B’batrou…

B’batru ulijo M’biguni

Lidzina Laho Scharifu

Ufalume uaho nauje

Huvendza yaho naji fagnischihe

Kijama, na limenguni

Rirehemu jihula jatru jaleo

Rissuamihi najamadhambi jatru

Mauri de halle rissuamihio uajau

Uantru uarikossa

Uala ussirilane

Be rifahamische na Schetuani

Maânna, ufaloume, na uschindzi,

na unguana

Zizo piyo zaho uekke uaho

Leo na messo

Amina

 

Danke Herr Zindel. Gesegnet seien Sie, Frau Zindel selig.

Ich bedanke mich bei allen, die mein Buchprojekt möglich gemacht haben.

- Trudi Meinberger gab mir die Idee, aus meiner Biographie ein Buch zu machen. Sie sagte, wenn das Buch herauskommt, werde sie es sofort kaufen. So hatte ich für mein zukünftiges Buch bereits eine Leserin gesichert.

 

- Yvonne Chopard hat gesagt: Wenn sie meine Geschichte übersetzte befand sie sich nicht mehr in der Schweiz sondern dort, in Anjouan, in den Tropen. Danke Yvonne, dass du meine Geschichte anstatt nur meine Worte übersetzt hast. Für die langen Nächte, die Wochenenden und die Ferien,  die Überzeit… für die unzahlbare Zeit die du mir geschenkt hast, sei gelobt liebe Yvonne.

 

- Sowie Yvonne, hat Karl Hochreutener viel Überzeit gemacht, länge Nächte und Wochenende hat er  mein Manuskript gelesen und sorgfältig korrigiert. Von Ihm bekam das Buch seinen neuen Titel: Weit wie der Ozean. Danke Karl. Von ganzem Herzen.

 

Danke auch denen, die das Buch weiter lektoriert haben…

- Renate Perisic aus Zürich, Bärbel Philipp aus München, und meinem geliebten Mann Albert.

 

- Ich bedanke mich herzlich für finanzielle Unterstützung von:

Bruno Dörig vom noah-verlag; Stiftung Pro Innerrhoden; Lotteriefonds I.Rh und Standeskommission Innerrhoden; Migros Kulturprozent; Alfred Grossauer von Grossauer AG Heiden; Peter Baldauf Alba Plan St.Gallen / Oberegg; Burga Locher, Locher Textil Oberegg; Yvonne Chopard, ja, sie wieder; Hansjörg Bernold, Restaurant Säntis Oberegg; Brülisauer Joseph Oberegg.

Und bei denen, die mir Ihre finanzielle Unterstützung versprochen haben, bedanke ich mich herzlich im Voraus.

 

Danke

- an meinen Verleger Herr Liebig für seine Professionalität und seine Geduld.

- an meine Söhne: Simon, meinem Webmeister und Computer Lehrer und Jonathan, meinem Textkorrektor.

- an meinem Mann, der für mich immer da ist,

- an meine Schwiegereltern und Schwiegerfamilie. Danke Mutter und Vater.

 

Vreni, für dein schönes Lächeln und deine beruhigende Stimme, Merci. Ich danke Dir, dass Du die erste Blüte deines Rosenstocks mir geschenkt hast.

 

Bruno Dörig hat nicht gern viel Lob, er gibt es nur gern. Ein Dankeschön reicht für ihn.

Trotzdem will ich dir sagen Bruno, dass dank dir, bin ich heute hier. Dein Vertrauen in mich, Deine Ermutigungen und Deine Komplimente sind meine Stärkung und meine Motivation; Futter für meine Kreativität.

Von Dir habe ich das erste Mal in meinem Leben diese wunderschöne Worte geniessen zu dürfen: „Coralie, wir sind stolz auf dich“.

Danke schön Bruno.

 

Danke Euch allen, die ihr hergekommen seid um mein neues und langewartetes „Baby“ zu feiern. Auch allen, die nicht kommen konnten und mir ihre Glückwünsche gesendet haben.

 

Ein herzlicher Dank geht an Martina Peterer für die wundeschöne Musik, an Herr und Frau Bischofberger vom Grütli für die köstlichen Gebäcke, die wir nachher geniessen werden …. An Thür Getränke AG für die Getränke, an Vreni Gasser und Bea vom Blumenlade für die Blumen, an alle Helfer und Helferinnen für die Organisation des Festes.

 

Danke Oberegg und die Oberegger. Danke der Schweiz.

Krieg fertig

Freitag, 25. April 2008

Anjouan ist endlich ruhig. Präsident Bacar und seine Truppe Rebellen sind irgendwo. Vielleicht in La Reunion Insel.

Eine schöne Geschichte

Freitag, 25. April 2008

Eine schöne Geschichte…

 

 

Die Geschichte über mein Buch ist so lang wie das Buch selber. Aber ich werde sie verkürzen.

Vor einigen Jahren, als ich noch ganz wenig Deutsch sprechen konnte, erzählte ich über mich nicht so gerne. Eine Frau interessierte sich sehr und stellte immer Fragen über mich und mein Land, die ich mehr oder weniger beantwortete. So gab mir Trudi Mainberger die Idee, meine Biografie zu schreiben. Ich schrieb in Französisch, da es eine von meinen zwei Muttersprachen ist, ein etwa 500 Seiten A4 Manuskript.

 

Und jetzt? Was machen mit so einem dicken Manuskript? Es in die Schublade einschliessen? Es blieb nicht zu lange drin. Eines Tages sagte mir mein Sohn Jonathan, er habe für mein Buch einen Verlag gefunden. „Mein Buch“. Das klang so schön. Die Hoffnung kam. „Herr Dörig spricht gut Französisch, sagte mir Jonathan.“ Meine Chance. Und er ist auch Schriftsteller, meine zweite Chance. Die Hoffnung wuchs.

 

Ich klopfte an die Türe des noah-verlags, gab das Manuskript in die Hände von Bruno Dörig.

„Ich werde es lesen.“ Sagte Bruno. In Deutsch. „Aber du musst wissen, dass wir ein kleiner Verlag sind und nur kleine Sache für das Dorf veröffentlichen. Es wäre schade, so eine grosse Arbeit nur im kleinen Kreise zu veröffentlichen.“

Ich verstand mehr oder wenig. Hörte das Wichtigste: Mein Manuskript wird gelesen. Es könnte ein guter Anfang sein. Ich war glücklich und gleichzeitig hatte ich Angst. „Ist das Manuskript etwa nicht gut oder gar sehr schlecht?“

 

Einige Tage später traf ich Bruno auf der Strasse. Er hatte mein Manuskript schon gelesen, das ganze. Die 500 Seiten in so wenigen Tagen? Ist das möglich, fragte ich mich? Von meinem ersten Manuskript, das ich zu einem Verlag schickte, hörte ich wieder etwas nach eineinhalb Jahren.

„Die Geschichte ist gut“, sagte Bruno. „Am Stil musst du noch arbeiten.“

Jawohl, verstanden. Die Hoffnung sank.

 

Heiri und Fina feierten ihre goldene Hochzeit nach dem Gottesdienst. Es war ein wunderschönes Fest. Bruno und ich stiessen an. Bruno sagte mir: „Eines Tages werden wir so ein Fest organisieren, du und ich.“ Die Hoffnung kam wieder. Singend ging ich nach Hause und schrieb den ganzen Tag. Und jeden Tag wieder. Tage und Nächte. Poesie, Romane, andere Geschichten…

Am 29. Januar 2002 organisierte Bruno das erste Fest für mich. „Soirée littéraire“. Die „Soirée littéraire“ war einfach wunderbar. Vor gute 40 Personen las Bruno ein Kapitel aus meinem Manuskript, den er in Deutsch übersetzt hatte.

Meine zwei ersten Interviews waren, ach, ich wage es nicht zu sagen. Ich schäme mich fast darüber. Aber Bruno war da. Und Frau Cadruvi aus Chur machte über mich eine wunderbare Sendung im Radio Rumantcha. Rolf Rechsteiner und Toni Dörig brachten im Volksfreund und der Appenzeller Zeitung tolle Artikel über mich und mein zukünftiges Buch, dass es einen Übersetzer brauche.

 

Mit der Hilfe von Bruno probierte ich drei Mal, einenVerlag zu finden, der auch die Übersetzung übernehmen könnte.

Das Manuskript ging immer wieder in die Schublade zurück.

 

Wenn ich Bruno traf, fragte er mich wieder, ob ich immer noch schreibe. „Du solltest nicht aufhören“, sagte er, „du musst immer schreiben. Du bist ein Talent“.

Ich war ein Talent. „Vielleicht bin ich wirklich fähig“, dachte ich, „dass so eine Person wie Bruno an mich glaubte“.

Bruno organisierte das Seminar für neue Schriftsteller und Verleger. Ich ging hin. Verstand noch sehr wenig, aber war glücklich da zu sein mit anderen, denen ich gleichen wollte. Ich war besonderes glücklich, dass Bruno mich in die Hände nahm. Und gleichzeitig mir Verantwortung überliess. Er war mein Mentor. Ich solle meine Schritte selber machen, meinte Bruno.  

Bruno ermutigte mich. Er komplimentierte mich. Sagte, ich sei „die grosse Coralie“. Gross war ich ja, 1, 70 Meter. Er war die erste Person in meinem Leben, die an mich glaubte. Ich war das nicht gewohnt. Es tat mir so gut.

An der Vernissage von „Das Tagebuch der Maya“ hörte ich das erste Mal die Worte, die ich seit meiner Kindheit erwartete. Bruno sagte, und zwar ans Publikum: „Coralie, wir sind stolz auf dich“. Das war das grösste Geschenk, das jemand für meinen literarischen Versuch machte. Es war einfach das erste mal, dass mir jemand die schönsten Worte ausser „Ich liebe dich“, sagte. 

 

Mein ältester Sohn Elhad las meine Gedichte und komponierte Musikstücke zu einigen. Yvonne Chopard trat denn in mein Leben. Sie übersetzte die Gedichte, Bruno lektorierte sie, und die erste Poesie-CD, in Deutsch wurde geboren. „Coralie“ heisst sie.

Ihr folgte ein Jahr später die zweite in Französisch:„Tout en poésie, tout en musique“ ihr Titel.

 

Bruno und seine Frau Vreni organisierten die Präsentation meiner CD. Dann folgte die Veröffentlichung von „Das Tagebuch der Maya“, ein kleiner Roman über Katzen, den ich in der Zwischenzeit schrieb.

Und Bruno las alles was ich schrieb. Und ich schrieb viel.

 

„L’Inconnue de l’Océan“, ist der französischen Titel meines neuesten Buches. „Das ist noch kein Buch, sondern ein Manuskript“, sagte Bruno immer, wenn ich es damals so nannte. Also gut. Mein zukünftiges Buch fand endlich eine Übersetzerin in der Person von Yvonne Chopard, die die grosse Arbeit in die Hände nahm. „Die Unbekannte vom Ozean“ wurde von Karl Hochreutener korrigiert und von Ihm bekam sie den neuen Titel: „Weit wie der Ozean“.   

Der VERLAG REINHOLD LIEBIG hatte bereits „Das Tagebuch der Maya“ veröffentlicht. Er veröffentlicht auch mein Hauptwerk.

Invasion : Komoren-Insel unter Kontrolle

Dienstag, 08. April 2008

Einen Tag nach der Militärintervention auf den Komoren im Indischen Ozean steht die zuvor abtrünnige Insel Nzwani wieder unter Kontrolle der Zentralregierung.

Die gemeinsame Landungsaktion von Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und Regierungstruppen sei mit Ausnahme von zwei Verletzten unblutig verlaufen, erklärte Regierungssprecher Abdurahim Said Bacar am Mittwoch. Die Bevölkerung habe positiv auf die Invasion reagiert. Vereinzelt gab es Plünderungen. Eine Übergangsregierung solle nun den Weg für Neuwahlen ebnen.

Unterdessen suchen die Soldaten noch immer nach dem selbst ernannten Insel-Präsidenten Mohammad Bacar. Er hatte sich 2001 an die Macht geputscht und ein Jahr später durch eine umstrittene Wahl zum Präsidenten küren lassen. Nach Ansetzung eines erneuten Wahlgangs 2007 – wieder überschattet von Manipulationsvorwürfen – sowie einer einseitig von Mohammad Bacar erklärten Amtsverlängerung sah die Zentralregierung ihre Autorität infrage gestellt.

Suche  nach Insel-Präsident geht weiter

Nachdem monatelange Verhandlungen ergebnislos geblieben waren, hatte die AU auf einer Sondersitzung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba eine Militärintervention beschlossen. Südafrika kritisierte die Anwendung von Gewalt, stimmte aber nicht dagegen. Bacar drohe nach seiner Festnahme ein Prozess, erklärte der Regierungssprecher.

Die vor Ostafrika gelegenen Komoren bilden eine Union und umfassen drei der vier Hauptinseln des Archipels. Seit der Unabhängigkeit von Frankreich 1975 wurde dort bereits mindestens 20 Mal geputscht. Die vierte Insel, Mayotte, gehört zur Ex-Kolonialmacht Frankreich. (dm/dpa)


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