Vernissage des Buchs “Weit wie der Ozean”
Bruno moderierte
1. Begrüssung
2002 – Soirée littéraire
2003 – CD „Coralie“ (Deutsch)
2004 – CD „Coralie, tout en poésie tout en musique“
2006 – Buch « Das Tagebuch der Maya »
2008 – Buch „Weit wie der Ozean“
2. Coralie sagt: Die Entstehungsgeschichte würde ein dickes Buch füllen
Hier eine Kurzfassung in 3 Kapiteln:
Kap. 1 : Die scheue Anfrage
Erinnere mich: trüber Mittwochmorgen, es klopft an die Tür …
Bin fasziniert – Einblick in eine andere Kultur, eine so ganz andere Kindheit als die eigene
– die Art des Erzählen ist gekonnt, nicht eine platte, simple Art wie ein Aufsatz, sondern komponiert wie ein Musikstück, vieles angedeutet, auch der Fantasie des Lesen überlassen…
Ich habe gespürt: das ist eine Frau mit viel Talent am Werk. Sie braucht Unterstützung und früher oder später ein Publikum.
Wer schreibt in dieser Art,
Will gelesen werden.
Kap. 2: Die Mühsame suche
Überzeugung: dieses Manuskript findet passenden Verlag!
Anfragen an namhafte Verlage, die für Literatur dieser Art spezialisiert sind…
Positive Echos, aber…
In der Zwischenzeit: Coralie schreibt weiter.
Wagt sich an Poesie (auch auf Deutsch / Soirée littéraire/ CD / Katzenbuch
Coralie wird eingeladen zu Lesung im Vorarlberg (Österreich) in Zürich (Theater Rigiblick), in Marbach (Literaturcafé)
Interview am Radio…
Aber das grosse Hauptwerk bleibt liegen.
Es gibt finanzielle Unterstützung für die Übersetzung von Privaten, vom Kanton…
kleine Hoffnungszeichen
Mühsame Kleinarbeit
Zögern auch bei mir
Aber
Wenn aus einem Manus ein Buch soll, dann
geschieht es auch früher oder später…
Kap. 3: Der mutige Schritt
Dass das Buch heute da liegt, ist der Beharrlichkeit der Autorin zuzuschreiben. Wichtig Unterstützung von aussen, die hat sie bekommen (vor allem von Oberegg: Ja, erzähle uns von Deiner Herkunft, es interessiert uns!!)
Aber es braucht den Willen der Autorin! Coralie hat dies in einem Zeitungsartikel schön ausgedrückt. Vom „Kann ich?“ „Soll ich“ … Ja, ich will.
In der Folge: Auftrag an eine Übersetzerin
Und: Ich warte nicht länger, bis sich ein grosses Verlag meiner erbarmt, ich nehme selber Geld in die Hand und gebe den Auftrag zum Druck.
Herr Liebig hat mit dem nötigen Fachwissen, die Geburt nach einer langen Schwangerschaft in die Wege geleitet. Viele waren Geburtshelfer, die den Dank verdienen.
2. Karl Hochreutener dazwischentretet…
3. Coralie dazwischentretet…
Guten Abend
I – Lesung aus dem Buch „Weit wie der Ozean“, Kapitel: Läutern, um noch mehr zu schänden: Seite 81.
Läutern, um noch mehr zu schänden
„Das Licht war gedämpft. Ein dichter Qualm von duftenden Räucherstäbchen verhüllte den Raum. Die Atmosphäre war entsprechend düster…“
Ach, i ha doch es Buech!
Also, Seite 81
II – Ehrungsgedicht für den, der nicht mehr hier ist.
Ein Mann, dessen Name ist mir unbekannt, war immer an all meinen Festen präsent. Heute ist er nicht hier und ich vermisse ihn. Zu Ehren dieses wunderbaren Mannes, selig, habe ich ein kleines Gedicht geschrieben:
Ode an Unbekannt
Du,
der meinen Weg kreuzte
mich ohne zu zögern grüsste
der mich als Engel verstand
wenn andere mich Teufel nannten
der sich meinen Namen schon einprägte
wenn ich es noch nicht mal wagte
ihn um Seinen zu bitten
der mich ohne ablehnendes Mienenspiel ansah
und ohne Falsch mein Lächeln erwiderte
Du,
der mir an einer vollbesetzten Kasse
grosszügig Vortritt gewährte
der sich nicht scheute mir die Hand zu reichen
ohne sie alsbald an seinen Hosen abzuwischen
der sich seine Schuhe demütig auszog
um respektvoll über die Schwelle meines Hauses zu treten
Du,
der sich eines Abends für mich einsetzte
als irgendeiner mich herabwürdigend beleidigte
der mein Klagen erkannte
der sich mit meiner Ungeduld vereinte
und mir immer nur Glück wünschte
Du,
der meine schlechten Witze beklatschte
ohne deren Sinn zu erkennen
der sich nie über kleine Unzulänglichkeiten
lustig machte
Aber sie mit seinem Ton zurechtrückte
Du,
der mein Anderssein nicht ignorierte
aber mit geradem, offenem Blick betrachtete
Du, Freund aller Tiere
Bruder einer fremden Mutter
Und doch vom selben Vater wie der meine
Sei gesegnet, du Beschützer der Schwächsten.
III – Zum Abschluss habe ich noch eine Überraschung:
Herr Marcus Zindel aus Rebstein sammelte das „Vater Unser“ in fremden Sprachen. Seine Frau, selig, telefonierte mir und fragte mich, ob ich das Gebet in komorianisch für ihren Mann auf ein Tonband aufnehmen könnte. Das „Vater Unser“ in komorianisch existierte leider nicht. Aber dank diesen wunderbaren Personen durfte ich dann das gebet in meine Sprache übersetzen und nun existiert es…
B’batrou…
B’batru ulijo M’biguni
Lidzina Laho Scharifu
Ufalume uaho nauje
Huvendza yaho naji fagnischihe
Kijama, na limenguni
Rirehemu jihula jatru jaleo
Rissuamihi najamadhambi jatru
Mauri de halle rissuamihio uajau
Uantru uarikossa
Uala ussirilane
Be rifahamische na Schetuani
Maânna, ufaloume, na uschindzi,
na unguana
Zizo piyo zaho uekke uaho
Leo na messo
Amina
Danke Herr Zindel. Gesegnet seien Sie, Frau Zindel selig.
Ich bedanke mich bei allen, die mein Buchprojekt möglich gemacht haben.
- Trudi Meinberger gab mir die Idee, aus meiner Biographie ein Buch zu machen. Sie sagte, wenn das Buch herauskommt, werde sie es sofort kaufen. So hatte ich für mein zukünftiges Buch bereits eine Leserin gesichert.
- Yvonne Chopard hat gesagt: Wenn sie meine Geschichte übersetzte befand sie sich nicht mehr in der Schweiz sondern dort, in Anjouan, in den Tropen. Danke Yvonne, dass du meine Geschichte anstatt nur meine Worte übersetzt hast. Für die langen Nächte, die Wochenenden und die Ferien, die Überzeit… für die unzahlbare Zeit die du mir geschenkt hast, sei gelobt liebe Yvonne.
- Sowie Yvonne, hat Karl Hochreutener viel Überzeit gemacht, länge Nächte und Wochenende hat er mein Manuskript gelesen und sorgfältig korrigiert. Von Ihm bekam das Buch seinen neuen Titel: Weit wie der Ozean. Danke Karl. Von ganzem Herzen.
Danke auch denen, die das Buch weiter lektoriert haben…
- Renate Perisic aus Zürich, Bärbel Philipp aus München, und meinem geliebten Mann Albert.
- Ich bedanke mich herzlich für finanzielle Unterstützung von:
Bruno Dörig vom noah-verlag; Stiftung Pro Innerrhoden; Lotteriefonds I.Rh und Standeskommission Innerrhoden; Migros Kulturprozent; Alfred Grossauer von Grossauer AG Heiden; Peter Baldauf Alba Plan St.Gallen / Oberegg; Burga Locher, Locher Textil Oberegg; Yvonne Chopard, ja, sie wieder; Hansjörg Bernold, Restaurant Säntis Oberegg; Brülisauer Joseph Oberegg.
Und bei denen, die mir Ihre finanzielle Unterstützung versprochen haben, bedanke ich mich herzlich im Voraus.
Danke
- an meinen Verleger Herr Liebig für seine Professionalität und seine Geduld.
- an meine Söhne: Simon, meinem Webmeister und Computer Lehrer und Jonathan, meinem Textkorrektor.
- an meinem Mann, der für mich immer da ist,
- an meine Schwiegereltern und Schwiegerfamilie. Danke Mutter und Vater.
Vreni, für dein schönes Lächeln und deine beruhigende Stimme, Merci. Ich danke Dir, dass Du die erste Blüte deines Rosenstocks mir geschenkt hast.
Bruno Dörig hat nicht gern viel Lob, er gibt es nur gern. Ein Dankeschön reicht für ihn.
Trotzdem will ich dir sagen Bruno, dass dank dir, bin ich heute hier. Dein Vertrauen in mich, Deine Ermutigungen und Deine Komplimente sind meine Stärkung und meine Motivation; Futter für meine Kreativität.
Von Dir habe ich das erste Mal in meinem Leben diese wunderschöne Worte geniessen zu dürfen: „Coralie, wir sind stolz auf dich“.
Danke schön Bruno.
Danke Euch allen, die ihr hergekommen seid um mein neues und langewartetes „Baby“ zu feiern. Auch allen, die nicht kommen konnten und mir ihre Glückwünsche gesendet haben.
Ein herzlicher Dank geht an Martina Peterer für die wundeschöne Musik, an Herr und Frau Bischofberger vom Grütli für die köstlichen Gebäcke, die wir nachher geniessen werden …. An Thür Getränke AG für die Getränke, an Vreni Gasser und Bea vom Blumenlade für die Blumen, an alle Helfer und Helferinnen für die Organisation des Festes.
Danke Oberegg und die Oberegger. Danke der Schweiz.


